SC Frauenfeld : HC Rheintal 24:16
Starker Start – dann der Bruch im Angriff
Von Beginn an zeigte sich, dass Frauenfeld ein anderes Kaliber ist als die letzten Gegner. Der HCR fand dennoch gut ins Spiel, hielt das Duell in den ersten 20 Minuten offen (7:7) und überzeugte mit einer kompakten Abwehr. Doch im Angriff schlichen sich zunehmend kleine, aber entscheidende Fehler ein: unpräzise Pässe, überhastete Abschlüsse und technische Ungenauigkeiten. Frauenfeld nutzte diese Schwächen konsequent aus und ging zur Pause mit 12:9 in Führung – nicht aufgrund überlegener Spielzüge, sondern wegen Rheintaler Eigenfehlern.
Abwehr stabil – Offensive ohne Durchschlagskraft
Auch nach dem Seitenwechsel verteidigte der HCR diszipliniert und zwang den Gegner immer wieder zu langen Angriffen. Doch offensiv lief kaum noch etwas zusammen: Würfe landeten zu zentral, das Passspiel blieb fehleranfällig, und drei fragwürdige Zeitstrafen brachten zusätzlich Unruhe. Frauenfeld blieb dagegen ruhig, spielte geduldig und effizient – und zog Tor um Tor davon. In den letzten zehn Minuten verwaltete der Gastgeber das Geschehen souverän bis zum 24:16-Endstand.
Fazit: Gute Abwehr, harmlose Offensive
Die Niederlage war keine Folge der Defensive – im Gegenteil: Die Abwehr und Torhüter Beni Grob hielten das Spiel lange offen. Entscheidend war vielmehr die schwache Offensivleistung, die zu wenig Struktur und Ideen zeigte. Gegen einen abgeklärten Gegner wie Frauenfeld reicht es nicht, nur „nicht schlecht zu verteidigen“. Wer solche Spiele gewinnen will, muss Ballgewinne konsequent in Tore ummünzen.
Die Mannschaft blickt nun nach vorn: Im Rückspiel in der OMR-Halle bietet sich die Chance zur Korrektur – mit derselben defensiven Präsenz, aber einer deutlich reiferen Offensive.
Nächstes Spiel
Cupspiel: SV Fides 3 (M3) – Sonntag, 26.10.2025, 15:15 Uhr