Sieg in Herisau zum Jahresschluss
Konzentrierter Beginn
Von der ersten Sekunde an zeigte der HCR eine hochkonzentrierte Mannschaftsleistung. Das Team agierte aus einer kompakten Defensive heraus, die gut verschob und die Gastgeber immer wieder zu schwierigen Würfen zwang. Im Angriff lief der Ball flüssig durch die Reihen; die Verantwortung wurde auf viele Schultern verteilt, sodass Herisau sich kaum auf einen einzelnen Akteur einstellen konnte. Durch geduldiges Ausspielen der Chancen erarbeiteten sich die Rheintaler früh einen Vorsprung. Auch wenn die Hausherren zwischenzeitlich den Anschluss suchten, liess sich das Rheintaler Kollektiv nicht aus der Ruhe bringen. Mit einer soliden 16:12-Führung und dem Gefühl, das Spiel im Griff zu haben, gingen die Gäste in die Kabine.
Comeback von Horg als Matchwinner
Der zweite Durchgang begann zunächst hektisch. In der 35. Minute musste der HCR einen Rückschlag verkraften, als Roel Wick nach einer Abwehraktion die direkte rote Karte sah. In dieser kritischen Phase zeigte sich jedoch die wahre Moral der Truppe: Statt in Unterzahl zu wackeln, rückte das Team noch enger zusammen.
Genau in diesem Moment, als das Spiel auf der Kippe hätte stehen können, folgte die grosse Stunde von Martin Horg. Der Torhüter, der nach langer Verletzungspause sein Comeback feierte, wurde zum unüberwindbaren Rückhalt für seine Vorderleute. Mit einer phänomenalen Abwehrquote von 48 % und insgesamt 19 Paraden kaufte er den Herisauer Angreifern reihenweise den Schneid ab und gab seiner Mannschaft die nötige Sicherheit. Getragen von dieser defensiven Stabilität spielte der HCR die Partie im Angriff clever und diszipliniert zu Ende, ohne den Sieg noch einmal in Gefahr zu bringen.
Fazit
Dieser 30:24-Erfolg war der Beweis für einen intakten Teamgeist und eine breite Qualität im Kader. Die Mannschaft fing den Ausfall durch die rote Karte im Kollektiv auf und belohnte sich für eine harte Trainingswoche. Die Erleichterung und Freude waren nach dem Schlusspfiff riesig. Im Anschluss ging es direkt zum gemeinsamen Weihnachtsessen, wo bei bester Stimmung nicht nur der Sieg, sondern eine rundum gelungene Hinrunde gefeiert wurde