, Wick Roel
Unentschieden in Romanshorn
Ausgeglichene erste Halbzeit ohne klaren Favoriten (10:12)
Der Start in die Partie misslang den Rheintalern. Unkonzentriertheiten in der Defensive und eine schwache Chancenauswertung im Angriff ermöglichten dem Heimteam einen optimalen Auftakt. Bereits nach fünf Minuten lag der HC Romanshorn mit 4:1 in Führung.
Nach dieser harzigen Anfangsphase fand der HC Rheintal jedoch besser ins Spiel und übernahm in der 13. Minute erstmals die Führung. In der Folge entwickelte sich eine ausgeglichene Partie mit zahlreichen technischen Fehlern und Fehlwürfen auf beiden Seiten. Dank starker Torhüterleistungen blieb die Toranzahl in der ersten Halbzeit überschaubar. Mit einem knappen 10:12 aus Sicht der Gastgeber ging es in die Pause.
Starker Start – nachlassende Schlussphase
Die Halbzeitansprache von Coach Ullmer war deutlich: ruhige Abschlüsse, eine stabile Abwehr und voller Einsatz. Die Rheintaler setzten diese Vorgaben zunächst hervorragend um. Mit hohem Tempo und konsequentem Spiel bauten sie ihren Vorsprung innerhalb von zehn Minuten auf sechs Tore aus (12:18).
Doch Romanshorn gab sich nicht geschlagen. Mit viel Einsatz, schnellen Gegenstössen und grosser Durchschlagskraft kämpften sich die Thurgauer zurück ins Spiel. Bereits in der 49. Minute war der Vorsprung der Rheintaler auf ein Tor geschrumpft (20:21). Die Partie wurde zunehmend intensiver und spannender.
In der hitzigen Schlussphase kam es zu einer bemerkenswerten Szene: Nach einem Gegenstoss sprachen die Schiedsrichter zunächst eine rote Karte gegen einen Rheintaler Spieler aus. Der betroffene Romanshorner Spieler bewies jedoch grossen Sportsgeist und erklärte, dass keine Berührung stattgefunden habe. Daraufhin wurde die rote Karte zurückgenommen – ein starkes Zeichen für Fairplay.
In der 58. Minute schwächte sich der HC Rheintal mit einer Zweiminutenstrafe selbst. Romanshorn nutzte diese Phase konsequent und erkämpfte sich schliesslich ein verdientes Unentschieden.
Fazit
Die Enttäuschung war den Rheintalern nach dem Schlusspfiff anzusehen, denn ein Sieg lag lange in Reichweite. Nach kurzer Verarbeitung überwog jedoch die Erkenntnis, dass auch dieser Punkt auf dem Weg zum Saisonziel wichtig sein kann. Spiele wie dieses zeigen, wie entscheidend Konstanz und Konzentration über 60 Minuten sind. Nun gilt es, die positiven Aspekte mitzunehmen, an den Schwächen zu arbeiten und den Blick nach vorne zu richten.