, Bäuerle Jürg

Doppelerfolg - Rang 4

Doppelerfolg besiegelt Aufholjagd: Das Herren 2 klettert mit sechs Siegen in Serie auf Rang 4! Details hier im Bericht.

Die Rheintaler krönen ein starkes Wochenende mit zwei weiteren Erfolgen und setzen ihre beeindruckende Aufholjagd fort. Nach dem 38:31 (16:15) Auswärtssieg gegen den direkten Tabellennachbarn SG Bruggen 2 und dem 37:31 (18:16) Heimerfolg gegen HC Rover Wittenbach steht das Team nun auf dem 4. Tabellenrang – nachdem man noch vor wenigen Wochen am Tabellenende lag. Mit inzwischen sechs Siegen in Serie ist die Mannschaft längst nicht mehr abstiegsgefährdet und hat sich stabil im Mittelfeld etabliert.

Auswärtssieg in Bruggen: Junge Mannschaft dreht das Spiel dank starker zweiter Halbzeit

Gegen SG Bruggen 2 traten die Rheintaler ohne Unterstützung der Perspektivspieler aus der 1. Mannschaft an, da diese im Anschluss selbst im Einsatz standen und tags darauf ein weiteres Spiel auf dem Programm stand. Das Team, gespickt mit Spielern aus der MU17, zeigte vor allem im Angriff eine sehr starke Leistung und kam immer wieder zu schön herausgespielten Toren. In der Defensive liessen die Gäste in der ersten Halbzeit jedoch noch einiges zu. Die Abstimmung in der Deckung stimmte nicht immer, Bruggen kam zu vielen einfachen Treffern, und so ging es mit einem 16:15-Rückstand in die Pause. Nach der klaren Ansprache des Trainers zeigte sich die Abwehr in der zweiten Hälfte deutlich verbessert: kompakter, wacher und entschlossener in den Zweikämpfen. Diese Steigerung war der Schlüssel zur Wende. Die Rheintaler starteten stark in den zweiten Durchgang, erspielten sich rasch einen Vier-Tore-Vorsprung und liessen Bruggen danach nicht mehr entscheidend herankommen. Im Angriff blieb das Team über 60 Minuten gefährlich und konnte in der Schlussphase sogar nochmals zulegen – am Ende stand ein verdienter 38:31-Erfolg.

Heimsieg gegen Wittenbach: Vom Stückwerk zurück zum Teamhandball

Am Sonntag folgte in der heimischen Halle das Rückspiel gegen HC Rover Wittenbach – diesmal mit komplettem Kader. Die Rheintaler starteten konzentriert, übernahmen von Beginn an das Zepter und erspielten sich früh eine Vier-Tore-Führung. Anstatt den Vorsprung konsequent auszubauen, verfiel der Angriff jedoch zunehmend in Einzelaktionen. Statt als geschlossene Einheit aufzutreten, versuchten sich immer wieder sechs Einzelkämpfer durchzusetzen. Das brachte Wittenbach zurück ins Spiel, und zur Pause stand nur noch ein Zwei-Tore-Polster auf der Anzeigetafel. Auch nach Wiederanpfiff fand der Angriff zunächst nicht richtig in Fahrt, die Abläufe wirkten zäh, das Zusammenspiel stockte – in der 38. Minute gingen die Gäste sogar in Führung. Erst nach einer erneuten Intervention des Trainers und rund zehn weiteren Minuten fanden die Rheintaler wieder zu ihrem mannschaftlich geprägten Spiel zurück. Mit besserer Ballzirkulation, klaren Spielzügen und mehr Geduld im Abschluss erarbeiteten sich die Gastgeber erneut einen Vorsprung. Wittenbach schwächte sich in der Schlussphase mit einigen unnötigen Zeitstrafen zusätzlich selbst, was die Rheintaler konsequent nutzten und Tor um Tor davonzogen. Den Schlusspunkt zum 37:31 setzte ein besonders schön herausgespielter Spielzug – ein Treffer, der sinnbildlich für das grosse spielerische Potenzial der Mannschaft steht.

Vom Tabellenende zum Team mit Gesicht

Die jüngste Serie von sechs Siegen in Folge ist nicht nur Resultat taktischer und spielerischer Fortschritte, sondern vor allem Ausdruck einer deutlichen Entwicklung innerhalb der Mannschaft. Motivation, Freude am Handball, das Miteinander und der Teamgeist haben sich spür- und sichtbar verbessert. Die Spieler treten als Einheit auf, unterstützen sich gegenseitig und glauben auch in schwierigen Phasen an ihre Chancen. Genau diese neue mentale Stärke führt nun dazu, dass Partien gewonnen werden, die in der Vergangenheit wohl noch verloren gegangen wären. Am 21. März steht nun das letzte Meisterschaftsspiel der Saison auf dem Programm – auswärts beim ungeschlagenen Leader TV Teufen 1. Nach dieser eindrucksvollen Aufholjagd fahren die Rheintaler mit breiter Brust zum Spitzenreiter.